Kognitive Diagnostik bei Patient:innen mit Demenz, leichten kognitiven Störungen, Parkinson oder anderen neurologischen Erkrankungen

Kognitive Screenings anwenden, auswerten, nutzen
Das Seminar ist ideal für dich, wenn du vor hast, deine logopädische oder ergotherapeutische Diagnostik systematisch um den Bereich Kognition zu erweitern und evidenzbasierte Tools wie DemTect und MoCA professionell nutzen möchtest. Wer regelmäßig Patient:innen mit Demenz, leichten kognitiven Störungen, Parkinson oder anderen neurologischen Erkrankungen behandelt, erhält in diesem Seminar einen kompakten Überblick über kognitive Screeningverfahren in der neuropsychologischen Diagnostik. Du lernst, was unter „kognitiven Screenings“ zu verstehen ist, wie sie sich von umfassender Diagnostik unterscheiden und wie du sie sinnvoll in deine ergotherapeutische und logopädische Diagnostik integrierst.
Kognitive Screenings als Basis deiner Diagnostik
Dieses Online-Seminar richtet sich an Ergotherapeut:innen und Logopäd:innen, die mit neurologischen und geriatrischen Patient:innen arbeiten und mit geringem Zeitaufwand einen fundierten Eindruck vom kognitiven Status gewinnen möchten. Du erfährst, wie du kognitive Screenings wie DemTect und MoCA gezielt einsetzt, um deine Einzel- und Gruppentherapien zu planen und Therapieeffekte sichtbar zu machen.
DemTect & MoCA in der Praxis
Ein Schwerpunkt liegt auf der praktischen Einführung in bewährte Screeningverfahren wie DemTect und MoCA, inklusive ihrer Einsatzbereiche bei Demenz und anderen kognitiven Störungen. Du setzt dich mit psychometrischen Grundlagen wie Gütekriterien und Normwerten auseinander und erfährst, welche Verfahren sich für welche Patient:innengruppen eignen, auch unter Berücksichtigung von Diversitätsaspekten. In interaktiven Breakout-Sessions übst du die eigenständige Durchführung, Auswertung und Interpretation dieser kognitiven Screenings und gewinnst so Sicherheit für den Praxisalltag.
Von der Screening-Ergebnissen zur Therapieplanung
Nach dem Seminar kannst du relevante kognitive Screeningverfahren gezielt auswählen, sie standardisiert und sicher anwenden und die Ergebnisse fachkundig interpretieren. Auf dieser Basis planst du kognitive Einzel- und Gruppentherapien strukturiert, passt sie an unterschiedliche Leistungsniveaus an und kannst Therapieeffekte nachvollziehbar abbilden. Wichtig ist dabei: Die eingesetzten Screenings ersetzen keine ärztliche Diagnostik und dienen nicht der Feststellung einer Demenz, sondern unterstützen dich in deiner therapeutischen Arbeit.
Dr. Ann-Kristin Folkerts ist promovierte Expertin für kognitive Interventionen bei neurodegenerativen Erkrankungen.
Dr. Ann-Kristin Folkerts ist promovierte Gerontologin und stellvertretende Leiterin am Institut für Medizinische Psychologie | Neuropsychologie an der Uniklinik Köln. Ihre 2019 abgeschlossene Promotion zu „Kognitiven Interventionen bei neurodegenerativen Erkrankungen” sowie ihre Forschung zu nicht-pharmakologischen Therapien bei Demenz und Parkinson machen sie zur idealen Dozentin. Als Co-Autorin der Praxisreihe „NEUROvitalis” legt sie großen Wert darauf, wissenschaftliche Erkenntnisse direkt in deinen therapeutischen Alltag zu übertragen.
Tipp: Vertiefungsseminar zu kognitivem Training & kognitiver Stimulation
Im Anschluss an dieses Seminar zu kognitiven Screenings hast du die Möglichkeit, dein Wissen im weiterführenden Online-Seminar „Kognitives Training & kognitive Stimulation bei Demenz, Parkinson, neurologischen Patient:innen“ mit derselben Dozentin zu vertiefen. Dort lernst du, wie du auf Basis der Screening-Ergebnisse gezielte kognitive Trainings- und Stimulationsangebote planst, durchführst und an unterschiedliche Zielgruppen anpasst, um noch wirksamere Therapieprozesse zu gestalten.
Ann-Kristin Folkerts
Gerontologin (M.A.)
Bachelor- und Masterstudium der Gerontologie an der Universität Vechta; von 2011 bis 2015 wissenschaftliche Hilfskraft in der Arbeitsgruppe Psychologische Gerontologie am Institut für Gerontologie der Universität Vechta. Seit Oktober 2015 wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin in der Abteilung für Medizinische Psychologie | Neuropsychologie und Gender Studies (Leitung: Prof. Dr. Elke Kalbe) an der Uniklinik Köln.
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Aufbau
Aufbau:
– Einordnung kognitiver Screeningverfahren innerhalb der neuropsychologischen Diagnostik
– Begriffsklärung “kognitive Screenings”
– Psychometrische Grundlagen (u.a. Gütekriterien, Normwerte)
– Einführung in verschiedene kognitive Screeningverfahren (z.B. DemTect, MoCA) unter Berücksichtigung von Diversitätsaspekten
– Eigenständige Durchführung, Auswertung und Interpretation kognitiver Screeningverfahren im Rahmen von Breakout-Sessions
Lernziel:
– Kenntnisse über relevante kognitive Screeningverfahren
– Kompetenz, geeignete Screeningverfahren auszuwählen und diese sicher, standardisiert und zielgerichtet in der Diagnostik anzuwenden
– Fähigkeit zur Auswertung und Interpretation der Screening-Ergebnisse, um auf dieser Basis kognitive Einzel- und Gruppentherapeutische Angebote zu planen und Therapieeffekte abzubilden
– Hinweis: Die Screenings ersetzen keine ärztliche Diagnostik und dienen nicht der Feststellung einer Demenz.
Gut zu wissen
Interesse und Neugier für die Ergänzung der logopädischen und ergotherapeutischen Diagnostik um den Bereich “Kognition”


