Manuelle Schlucktherapie Modul III Zertifizierungskurs

Manuelle Techniken bei Dysphagie, Stimme und myofunktionellen Störungen
In der Manuellen Schlucktherapie verbindet sich das Vorgehen aus der N.A.P.® mit einem ganzheitlichen, neurophysiologisch orientierten Verständnis von Schlucken und Atmung sowie deren Koordination im fazio-oralen Bereich. Du erhältst so mehr Sicherheit im Umgang mit Patient:innen mit Schluck-, Sprech- und Stimmstörungen.
Die Fortbildung richtet sich an Fachkräfte aus Logopädie, klinischer Linguistik, Ergotherapie, Physiotherapie und Medizin, die ihre Behandlung von Dysphagien und myofunktionellen Störungen praxisnah vertiefen möchten. Du lernst, wie eng Schlucken, Atmung und Haltung zusammenhängen und wie du posturale Kontrolle gezielt nutzt, um sichere und effektivere Schluckabläufe zu ermöglichen.
Manuelle Techniken bei Dysphagie, Stimme und myofunktionellen Störungen
Nach Verletzungen und neurologischen Erkrankungen aktiviert der Körper Schutzprogramme, die limbisch und vegetativ gesteuert sind und zu erhöhter Muskelsteifigkeit im Bereich von Kopf, Nacken, Schultergürtel und Atemmuskulatur führen. Gleichzeitig verlieren Faszien an Elastizität, was die Gleitfähigkeit der Nerven und damit die Bewegungsqualität von Sprechen, Kauen und Schlucken beeinträchtigt. Genau hier setzt die Manuelle Schlucktherapie an: Du lernst, diese Schutzmuster zu erkennen, zu regulieren und über Haltung und gezielte Handgriffe funktionelle Bewegungsabläufe wieder anzubahnen.
Inhalte der Manuellen Schlucktherapie III
Die Teilnahme an Modul 3 der Manuellen Schlucktherapie bietet einen klaren Praxisvorsprung: fachlich, methodisch und beruflich
Logopäd:innen, Sprach- und Stimmtherapeut:innen mit Interesse an Dysphagie und Beatmungspatient:innen erhalten in diesem Kurs eine sehr praxisnahe, prozessbegleitete Fortsetzung des modularen Curriculums – ideal für alle, die professionell und sicher in der manuellen Schlucktherapie arbeiten möchten.
- Durch die gezielte Kleingruppenarbeit mit realen Patient:innen gewinnen Therapeut:innen an Sicherheit im klinischen Alltag.
- Das Videofeedback fördert eine präzise Selbsteinschätzung und stärkt die Qualität der Behandlung.
- Zusätzlich erhöht die Zertifizierung die eigene Sichtbarkeit – z. B. durch die Aufnahme in die offizielle Therapeutenliste der N.A.P.-Akademie. So profitieren Teilnehmende fachlich, methodisch und beruflich gleichermaßen.
Für welche Patient:innen eignet sich die Manuelle Schlucktherapie?
Die vermittelten Techniken eignen sich für:
- Patient:innen mit Schluckstörungen (Dysphagien) unterschiedlicher Genese.
- Menschen mit Sprech- und Stimmstörungen zentraler oder peripherer Ursache, inklusive myofunktioneller Störungen.
- Schwerbetroffene Patient:innen, die beatmet werden müssen oder an Vigilanzstörungen leiden.
- Neurologische Patient:innen, bei denen Haltung, Atmung und Schlucken gleichzeitig adressiert werden sollen.
Du lernst, manuelle Techniken immer mit sinnvollen, alltagsrelevanten Handlungen zu verknüpfen – ein Ansatz, der die Wirksamkeit deiner Therapie deutlich erhöhen kann.
Praktische Hinweise und Arbeitsmaterial
Für das praktische Arbeiten im Seminar bringst du bitte eine Decke, ein kleines Kissen, ein Handtuch sowie einen Kajal-Stift mit. Diese Materialien unterstützen dich dabei, Lagerung, Markierungen und manuelle Techniken komfortabel und strukturiert durchzuführen. Das Seminar findet als Präsenzveranstaltung in Rheine (Nordrhein-Westfalen) statt und ist Teil einer dreimoduligen Weiterbildung, die mit einem Zertifikat abgeschlossen werden kann.
Expertise der Dozent:innen
Die Kursreihe wird von Dozent:innen der N.A.P.-Akademie durchgeführt, die über langjährige Erfahrung in der Behandlung von neurologischen Patient:innen, Dysphagien und myofunktionellen Störungen verfügen. Du profitierst von einem hohen Praxisanteil, konkreten Fallbeispielen und klaren Handlungsstrategien, die du direkt nach dem Seminar in deiner Arbeit mit Patient:innen umsetzen kannst.
Dozent:in der N.A.P. Akademie
Die N.A.P.-Akademie ist ein Weiterbildungsinstitut unter Leitung der renommierten Physiotherapeutin und Autorin Renata Horst, M.Sc. Sie bietet zentrale Bereiche wie PNF, manuelle Schlucktherapie, neurologische und orthopädische Interventionen an – evidenzbasiert, praxisorientiert und als modulare Zertifikatskurse.
TAT Rheine
Direkt vor Ort schaffen wir für jede Präsenz Weiterbildung einen Rahmen, der Lernen und Unterrichten perfekt unterstützt.
Aufbau
Modul 3 baut intensiv auf den ersten beiden Teilen auf. Durch Kleingruppenbehandlung und Videofeedback werden therapeutische Technikkompetenz und Fallplanung maßgeblich geschärft.
Die Aufnahme in die N.A.P.-Therapeutenliste beim Abschluss beweist fundierte Expertise und erleichtert die Sichtbarkeit als spezialisierte Therapeut:in.
Inhalt
Kleingruppenbehandlung: Praktische Therapie an realen Patienten in Gruppen – ermöglicht intensives Üben unter Anleitung
Therapieplanung: Die Teilnehmenden führen Behandlungen durch, analysieren diese via Video und entwickeln fortgeschrittene, bedürfnisorientierte Therapiepläne
Vertiefte Methodik: Ausbau des in den Modulen I & II gelernten Wissens – spezifische manuelle Techniken, komplexe Befundstrategien, abgestimmtes Vorgehen bei unterschiedlich schwer betroffenen Patienten
Mehrwert
Sicheres klinisches Handeln: Die praktische Arbeit mit Patient:innen fördert Kompetenz in Diagnose, Therapiegestaltung und Interaktion.
Reflexion durch Videoanalyse: Videofeedback unterstützt intensive Selbstevaluation und Optimierung der Techniken.
Zertifizierung & Sichtbarkeit: Erfolgreicher Abschluss führt zur Aufnahme in die offizielle Therapeutenliste der N.A.P.-Akademie und zeigt fundierte Expertise in manueller Schlucktherapie
Gut zu wissen
Wichtiger Hinweis zur Vorbereitung auf den Zertifizierungskurs
Für die erfolgreiche Teilnahme am Zertifizierungskurs ist es zwingend erforderlich, die unten aufgeführten Videoaufnahmen in der beschriebenen Form mitzubringen.
Bitte bereiten Sie die Videos sorgfältig vor, da diese einen zentralen Bestandteil der Fortbildung darstellen.
Vorgaben für die Videoaufnahmen:
Länge: Mindestens 3 Minuten, maximal 10 Minuten pro Video
Inhalt: Pro Video eine Technik
Anzahl der Techniken: Zwei unterschiedliche Techniken
Perspektiven: Jede Technik aus mindestens zwei Perspektiven gefilmt
Patient:innen: Wenn möglich, zwei verschiedene Patient:innen (kein Muss)
Hinweis: Kolleg:innen, die nur Patient:innen darstellen, zählen nicht als echte Patient:innen.
Einverständniserklärungen:
Die beiden Einverständniserklärungen finden Sie unter folgendem Link:
Diese müssen von den gefilmten Patient:innen vollständig ausgefüllt und unterschrieben werden.
Original: Verbleibt bei der/dem Therapeut:in
Kopie: Bitte bringen Sie diese zum Seminar mit oder senden Sie vorab eine Kopie zu.
Bitte beachten Sie:
Die Arbeit mit echten Patient:innen macht die Seminarinhalte erfahrungsgemäß plastischer, nachhaltiger und erfolgreicher. Nutzen Sie diese Gelegenheit für Ihre persönliche und fachliche Weiterentwicklung.
Es ist für den Zertifizierungskurs zwingend erforderlich, dass Patientenvideos zu folgenden Bedingungen mitgebracht werden müssen:
Die Videos sollten mindestens 3 Minuten, höchstens 10 Minuten sein. Pro Video eine Technik.
Die TN sollen zwei Techniken zeigen aus mindestens 2 Perspektiven.
Wenn möglich auch zwei verschiedene Patienten. (Muss aber nicht zwingend).
(Kollegen, die Patienten darstellen zählen nicht!)
Die Patienten müssen beide Einverständniserklärungen (finden Sie im Seminarordner) ausfüllen und unterschreiben.
Davon brauche ich eine Kopie, das Original verbleibt bei der/m Therapeut:in.


