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Diagnostik und Therapie von Dysphagien

13.03.2026 - 14.03.2026
Fr 10:00 - 19:30
Sa 08:30 - 18:00

FBP: 20

Dauer: 20 UE

Dozent:in: Norbert Niers

Exklusiv bei Semifobi

Therapiebereiche: , ,

Typ: Präsenz

Ort: TAT Rheine

Vorkenntnisse: viel

Zielgruppen: ,

Tickets

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Semifobi - Diagnostik und Therapie
469,00

Erfolgreiche Dysphagietherapie in Neurologie, Geriatrie & freier Praxis

Von Schluckanalyse bis Interventionsplanung – alles, was du für den Praxisalltag brauchst

Diese Fortbildung Dysphagietherapie vereint aktuelles Fachwissen mit erfahrungsbasierter Praxis. Sie stärkt deine therapeutische Kompetenz und erweitert deine Handlungssicherheit im Umgang mit Patient*innen mit Schluckstörungen – unabhängig vom Setting. 

Durch die intensive Auseinandersetzung mit Diagnostik, Therapie und Beratung lernst du, Risiken zu minimieren, Ressourcen zu aktivieren und die Lebensqualität deiner Patient*innen nachhaltig zu verbessern. Die Verbindung von theoretischem Wissen, praktischer Erprobung und professioneller Reflexion macht dieses Seminar zu einer wertvollen Investition in deine berufliche Weiterentwicklung.

Relevanz für unterschiedliche Arbeitsfelder

Die in dieser Fortbildung zur Dysphagietherapie vermittelten Kompetenzen sind für viele therapeutische Einsatzbereiche relevant:

  • Neurologie: Untersuchung und Behandlung neurologisch bedingter Schluckstörungen nach Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma oder bei degenerativen Erkrankungen.
  • Geriatrie: Umgang mit physiologisch und pathologisch bedingten Altersveränderungen sowie Komorbiditäten bei Senior*innen.
  • Freie Praxis: Differenzierte Diagnostik, klientenzentrierte Therapieplanung und Beratung Angehöriger im häuslichen Umfeld.
  • Rehabilitation und Langzeitpflege: Förderung von Restfunktionen, Training von Schluckmustern und Sicherung von Ernährung und Lebensqualität.

Durch die Kombination aus wissenschaftlichem Hintergrundwissen und gelebter klinischer Erfahrung erhältst du ein Werkzeugset, das du flexibel auf deine spezifische Arbeitsrealität anpassen kannst.

Schluckstörungen ganzheitlich begreifen und behandeln

Schluckstörungen – sogenannte Dysphagien – gehören zu den häufigsten logopädischen Störungsbildern im klinischen wie auch im ambulanten Bereich. Besonders Therapeutinnen in Neurologie, Geriatrie, Rehabilitation und freier Praxis begegnen täglich Patientinnen mit unterschiedlichen Ätiologien und Schweregraden von Dysphagien. Diese Störungen bergen hohe Risiken: Aspiration, Mangelernährung, Dehydrierung oder gar Erstickungsgefahr sind reale Gefahren, die unmittelbar das Leben und die Lebensqualität der Betroffenen beeinflussen.

Die Fortbildung Dysphagie bietet dir die Möglichkeit, in Theorie und Praxis zu lernen, wie du genau diese Risiken professionell einschätzen und beherrschen kannst. Du erfährst, wie du sichere Diagnosen stellst, individuelle Therapiepläne entwickelst und Interventionen gezielt umsetzt. Dabei steht nicht nur die Patientensicherheit im Fokus, sondern auch die Wiederherstellung von Genuss, Selbstständigkeit und Lebensqualität.

Ob du bereits erfahrener Logopädin oder noch am Beginn deiner beruflichen Laufbahn bist – dieses Seminar stärkt dein Fachwissen, dein diagnostisches Urteilsvermögen und deine therapeutische Sicherheit beim Umgang mit Dysphagiepatient*innen.

Ziel und Nutzen der Fortbildung Dysphagie

Das Ziel dieser Fortbildung zur Dysphagietherapie ist es, dich fachlich und praktisch zu befähigen, Schluckstörungen fundiert zu erkennen, differenziert zu behandeln und kompetent zu beraten – sowohl im Akutsetting als auch in der Langzeittherapie oder freien Praxis.

Die Teilnehmer*innen lernen, komplexe pathophysiologische Mechanismen zu verstehen und therapeutisch sinnvoll zu übertragen. Im Zentrum steht der ganzheitliche Blick auf den Patienten: Welche Faktoren beeinflussen die Schluckfunktion? Wie lassen sich Dysphagien im Verlauf beurteilen und dokumentieren? Wann ist eine instrumentelle Diagnostik sinnvoll und wann stößt die logopädische Intervention an ihre Grenzen?

Ein besonderer Mehrwert liegt in der Verzahnung von Wissen aus NeurologieGeriatrie und Praxisalltag. Du lernst, Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Dysphagie in verschiedenen Patientengruppen zu erkennen, und bekommst praktische Werkzeuge an die Hand, um dein Handeln individuell und evidenzbasiert zu gestalten.

Von der Akutphase bis zur Nachsorge: sichere Therapieentscheidungen treffen

In der ersten Seminarphase vertiefst du dein theoretisches Wissen über die neurophysiologischen und anatomischen Grundlagen des Schluckvorgangs. Anhand anschaulicher Grafiken, Bilder und Videos werden normale und pathologische Schluckmuster gegenübergestellt. Im weiteren Verlauf werden folgende Themen praxisnah behandelt:

  • Grundlagen der oralen, pharyngealen und ösophagealen Phase des Schluckens.
  • Typische Dysphagieformen in der Neurologie (z. B. nach Schlaganfall, Parkinson, ALS).
  • Dysphagie in der Geriatrie – altersbedingte Veränderungen, Multimorbidität und Polypharmazie.
  • Screening- und Diagnostikverfahren im klinischen und ambulanten Alltag.
  • Interpretation von Videofluoroskopie (VFSS) und FEES-Befunden.
  • Ableitung therapeutischer Konsequenzen und Trainingsmethoden.

Dabei wird großer Wert darauf gelegt, wissenschaftlich fundierte Inhalte mit praktischer Umsetzbarkeit zu verbinden. Theorie und Praxis werden so verzahnt, dass du die Erkenntnisse unmittelbar in deiner beruflichen Tätigkeit anwenden kannst.

Praktische Umsetzung und Selbsterfahrung – vertiefe dein Verständnis, erweitere deine Handlungskompetenz.

Ein zentraler Bestandteil dieser Fortbildung Dysphagie ist die praktische Arbeit. Du erhältst die Möglichkeit, unterschiedliche Vorgehensweisen zur klinischen Schluckuntersuchung selbst auszuprobieren und zu trainieren. Übungen an Partner*innen, Beobachtung von Videobeispielen realer Patientenfälle und das Interpretieren klinischer Symptome machen die Pathomechanismen verständlich und fördern ein sicheres diagnostisches Gespür.

Zudem lernst du, wie du geeignete Haltungs- und Kompensationsmaßnahmen auswählst, Kostanpassungen begründest und Therapieentscheidungen fundiert triffst. Auch der interdisziplinäre Austausch wird thematisiert: Wie gelingt die Zusammenarbeit mit Ärzt*innen, Pflege, Ernährungsteam oder Angehörigen? Das Seminar bietet viel Raum für Fragen, Diskussion und Reflexion. Die praxisorientierte Lernatmosphäre schafft eine sichere Umgebung, in der du theoretische Konzepte in konkretes Handeln überführst – von der Akutphase auf der Intensivstation bis zur ambulanten Nachsorge.

Praxisnah lernen mit einem erfahrenen Experten

Das Seminar wird geleitet von Norbert Niers, einem klinischen Logopäden mit über 30 Jahren Erfahrung in Akutneurologie, Intensivmedizin, Frührehabilitation und ambulanter Versorgung. Seit mehr als 25 Jahren führt er Seminare und Fortbildungen zu Dysphagietherapie und therapeutischem Trachealkanülenmanagement durch. Sein Unterrichtsstil zeichnet sich durch eine klare Struktur, medizinische Präzision und hohe Praxisnähe aus. Er vermittelt komplexe Inhalte mit Begeisterung und zeigt, wie theoretisches Wissen im klinischen Alltag wirkungsvoll umgesetzt werden kann. Teilnehmende schätzen seine Fähigkeit, schwierige diagnostische und therapeutische Entscheidungen auf Augenhöhe zu besprechen und praxisrelevante Lösungswege aufzuzeigen.

Norbert Niers

Klinischer Logopäde, Dozent, FEES-Anwender, TKM-Ausbilder

Klinischer Logopäde seit über 30 Jahren in den Bereichen: Akutneurologie, Intensivmedizin, Frührehabilitation und  Ambulanz. Seit 25 Jahren Seminar und Fortbildungen zu den Bereichen Dysphagietherapie und therapeutisches Trachealkanülenmanagement.

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TAT Rheine

Direkt vor Ort schaffen wir für jede Präsenz Weiterbildung einen Rahmen, der Lernen und Unterrichten perfekt unterstützt.

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Aufbau

• Funktionelle Anatomie und Schluckphasen, Ätiologie, Pathomechanismen
• Klinische Schluckuntersuchung (KSU), bildgebende Diagnostik
• Retention, Penetration, Aspiration
• Mit dem Essen beginnen – Kostaufbau – Diätetik
• Kausale, kompensatorische und adaptierende Therapieverfahren: Indikation & Anwendung
• Videofalldarstellungen zur Symptomatik und Therapie
• Praktische Erprobung der Kontrollgriffe sowie von Schlucktechniken
• Dysphagien in Geriatrie, Frührehabilitation und Ambulanz
• Trachealkanülenmanagement – Dekanülierung

Lernziel
– Kenntnis der Pathophysiologie verschiedener gestörter Schluckabläufe u.a. durch Videofalldarstellungen
– Vergleichende Diagnostik durch: Screeningverfahren, klin. Schluckuntersuchung (KSU) & Bildgebung
– Kenntnis zur Indikation und Durchführung restituierender, kompensatorischer und adaptierender Therapieverfahren mit praktischer Erprobung
– Anwendung von Techniken, Griffen & therap. Praktiken aus Diagnostik und Therapie