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Manuelle Schlucktherapie I – NAP® & F.O.T.T.® für Therapeut:innen

24.04.2026 - 26.04.2026
Fr 15:00 - 20:00 Uhr
Sa 09:00 - 18.00 Uhr
So 09:00 - 14:00 Uhr

FBP: 25

Dauer: 25 UE

Dozent:in: Dozent:in der N.A.P. Akademie

Therapiebereiche: , , ,

Typ: Präsenz

Ort: TAT Rheine

Vorkenntnisse: wenig

Zielgruppen: , ,

Tickets

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Semifobi - MSCH I
499,00

Manuelle Techniken bei Dysphagie, Stimme und myofunktionellen Störungen

In der Manuellen Schlucktherapie I verbindest du manuelle Techniken mit fundiertem Wissen zu Schlucken, Atmung und posturaler Kontrolle – für mehr Sicherheit im Umgang mit Patient:innen mit Schluck-, Sprech- und Stimmstörungen. Die Fortbildung richtet sich an Fachkräfte aus Logopädie, klinischer Linguistik, Ergotherapie, Physiotherapie und Medizin, die ihre Behandlung von Dysphagien und myofunktionellen Störungen praxisnah vertiefen möchten. In der Manuellen Schlucktherapie werden das Vorgehen aus der NAP® (Neuroorthopädische Aktivitätsabhängige Plastizität) mit den sequentiellen Betrachtungen von Schlucken und Atmung aus der Facio-Oralen Trakt Therapie (F.O.T.T.®) kombiniert. Du lernst, wie eng Schlucken, Atmung und Haltung zusammenhängen und wie du posturale Kontrolle gezielt nutzt, um sichere und effektivere Schluckabläufe zu ermöglichen.

Manuelle Techniken bei Dysphagie, Stimme und myofunktionellen Störungen

Nach Verletzungen und neurologischen Erkrankungen aktiviert der Körper Schutzprogramme, die limbisch und vegetativ gesteuert sind und zu erhöhter Muskelsteifigkeit im Bereich von Kopf, Nacken, Schultergürtel und Atemmuskulatur führen. Gleichzeitig verlieren Faszien an Elastizität, was die Gleitfähigkeit der Nerven und damit die Bewegungsqualität von Sprechen, Kauen und Schlucken beeinträchtigt. Genau hier setzt die Manuelle Schlucktherapie an: Du lernst, diese Schutzmuster zu erkennen, zu regulieren und über Haltung und gezielte Handgriffe funktionelle Bewegungsabläufe wieder anzubahnen.

Inhalte der Manuellen Schlucktherapie I

Im ersten Modul der dreiteiligen Kursreihe liegt der Fokus auf den Grundlagen, die du für eine differenzierte Behandlung von Schluckstörungen brauchst. Du arbeitest unter anderem zu folgenden Themen:

  • Einfluss des limbischen Systems auf Haltung und posturale Kontrolle beim Schlucken.
  • ​Anatomie und Biomechanik der Kopf-, Nacken- und Schultergürtelmuskulatur in Bezug auf Schlucken, Atmung und Stimme.
  • Motorische Lernprinzipien, mit denen du neue Bewegungsmuster nachhaltig im Alltag deiner Patient:innen verankerst.
  • ​Elastizitätsförderung der Atem- und Schluckmuskulatur, um Beweglichkeit und Funktion zu verbessern.
  • Maßnahmen zur Dämpfung des Sympathikotonus zur Reduktion von Tonuserhöhung, Stressreaktionen und Schonhaltungen.
  • Gesichts- und Zungenaktivitäten für das Schlucken als Sequenz, orientiert an F.O.T.T.® und alltagsnahen Handlungsketten.

Die Inhalte sind konsequent praxisorientiert aufgebaut, sodass du jede Technik im Kurs selbst erprobst und klar auf deinen Berufsalltag übertragen kannst.

Für welche Patient:innen eignet sich die Manuelle Schlucktherapie?

Die vermittelten Techniken eignen sich für:

  • Patient:innen mit Schluckstörungen (Dysphagien) unterschiedlicher Genese.
  • Menschen mit Sprech- und Stimmstörungen zentraler oder peripherer Ursache, inklusive myofunktioneller Störungen.
  • Schwerbetroffene Patient:innen, die beatmet werden müssen oder an Vigilanzstörungen leiden.
  • Neurologische Patient:innen, bei denen Haltung, Atmung und Schlucken gleichzeitig adressiert werden sollen.

Du lernst, manuelle Techniken immer mit sinnvollen, alltagsrelevanten Handlungen zu verknüpfen – ein Ansatz, der die Wirksamkeit deiner Therapie deutlich erhöhen kann.

Praktische Hinweise und Arbeitsmaterial

Für das praktische Arbeiten im Seminar bringst du bitte eine Decke, ein kleines Kissen, ein Handtuch sowie einen Kajal-Stift mit. Diese Materialien unterstützen dich dabei, Lagerung, Markierungen und manuelle Techniken komfortabel und strukturiert durchzuführen. Das Seminar findet als Präsenzveranstaltung in Rheine (Nordrhein-Westfalen) statt und ist Teil einer dreimoduligen Weiterbildung, die mit einem Zertifikat abgeschlossen werden kann.

Expertise der Dozent:innen

Die Kursreihe wird von Dozent:innen der N.A.P.-Akademie durchgeführt, die über langjährige Erfahrung in der Behandlung von neurologischen Patient:innen, Dysphagien und myofunktionellen Störungen verfügen. Du profitierst von einem hohen Praxisanteil, konkreten Fallbeispielen und klaren Handlungsstrategien, die du direkt nach dem Seminar in deiner Arbeit mit Patient:innen umsetzen kannst.

Zertifikatskurs: So geht es in Modul II und III weiter

Manuelle Schlucktherapie II – Mehr Beweglichkeit für Kau‑, Schluck- und Stimmfunktion

Im zweiten Teil der Manuellen Schlucktherapie vertiefst du deine praktischen Fähigkeiten: Du arbeitest intensiver an der Elastizität von Kau-, Schluck-, Stimm- und Sprechmuskulatur und lernst Mobilisationstechniken für Kiefergelenk, Kopfgelenke und den cervikothorakalen Übergang kennen. Befundorientierte, problemlösende Strategien helfen dir, deine manuellen Techniken noch gezielter mit sinnvollen Handlungen im Alltag deiner Patient:innen zu verknüpfen.

Manuelle Schlucktherapie III Zertifizierungskurs –  Arbeiten mit echten Patient:innen, Videofeedback und klarer Therapeuten-Profile

Im dritten Teil, dem Zertifizierungskurs, setzt du dein Wissen direkt an realen Patient:innen um und gewinnst durch Kleingruppenarbeit und Videofeedback maximale Sicherheit für deinen klinischen Alltag. Mit dem Abschluss stärkst du nicht nur deine therapeutische Kompetenz, sondern erhöhst auch deine Sichtbarkeit als spezialisierte Therapeut:in in der Manuellen Schlucktherapie.

Dozent:in der N.A.P. Akademie

Die N.A.P.-Akademie ist ein Weiterbildungsinstitut unter Leitung der renommierten Physiotherapeutin und Autorin Renata Horst, M.Sc. Sie bietet zentrale Bereiche wie PNF, manuelle Schlucktherapie, neurologische und orthopädische Interventionen an – evidenzbasiert, praxisorientiert und als modulare Zertifikatskurse.

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TAT Rheine

Direkt vor Ort schaffen wir für jede Präsenz Weiterbildung einen Rahmen, der Lernen und Unterrichten perfekt unterstützt.

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Aufbau

Aufbau
– Einfluss des limbischen System auf die posturale Kontrolle
– Anatomie und Biomechanik der Kopf-, Nacken- und Schultergürtelmuskulatur
– Motorische Lernprinzipien
– Elastizitätsförderung der Atem- und Schluckmuskulatur
– Maßnahmen zur Dämpfung des Sympathikotonus
– Gesichts- und Zungenaktivitäten für das Schlucken als Sequenz

Lernziel
In diesen Kursen lernen die Teilnehmenden, manuelle Techniken mit sinnvollen Handlungen zu verbinden. Die Übungen sind sowohl für wache Patienten als auch für schwerbetroffene Patienten, die beatmet werden müssen und an Vigilanzstörungen leiden, geeignet. Sie sind ebenso erfolgreich anwendbar bei Patienten mit Sprech- und Stimmstörungen zentraler und peripher Genese, u.a. bei myofunktionellen Störungen.

Gut zu wissen

Bitte bringen Sie eine Decke, ein kleines Kissen, ein Handtuch sowie einen Kajal-Stift mit!