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Sekretmanagement bei ALS

Datum: 9. Oktober 2026

Zeit: 09:00 - 16:15

FBP: 8

Dauer: 8 UE

Dozent:in: Ulrich Birkmann

Therapiebereiche: ,

Typ: Präsenz

Ort: TAT Rheine

Vorkenntnisse: keine

Zielgruppen:

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Semifobi - Sekretmanagement bei ALS
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Sekretmanagement bei ALS – Praxis-Workshop für Logopäd:innen

In deiner Arbeit mit Menschen, die an ALS leiden, ist ein sicheres Sekretmanagement entscheidend, um Atemnot und Pneumonien zu vermeiden und die Lebensqualität der Betroffenen spürbar zu verbessern. In diesem praxisnahen Workshop zum „Sekretmanagement bei ALS“ lernst du, wie du Sekretmobilisation, Hustenassistenz und Absaugen gezielt einsetzen kannst, um deine Patient*innen im Alltag und in kritischen Situationen besser zu unterstützen.

Warum Sekretmanagement bei ALS so wichtig ist

Bei Amyotropher Lateralsklerose (ALS) schwächt die fortschreitende Muskelathrophie die Atem- und Hustenmuskulatur, was zu Sekretstau führt. Zusätzlich kann vermehrter Speichelfluss (Sialorrhoe) durch Schluckstörungen das Problem verstärken. Mit Fortschreiten der ALS kommt es häufig zu Problemen bei der Sekretmobilisation, einer verminderten Hustenkraft und damit zu respiratorischen und dysphagiologischen Komplikationen. Logopädie und Atemphysiotherapie spielen eine zentrale Rolle: Sie trainieren Atemwahrnehmung, Hustenstöße und orofaciale Muskulatur, immer unter Vermeidung von Überlastung. Du erfährst im Seminar, welche Funktion Sekretion bei gesunden Menschen hat, welche Risiken aus einem insuffizienten Sekretmanagement entstehen (z. B. Aspirationspneumonie, Atelektasen, Infektionen) und welche therapeutischen Möglichkeiten dir in der Praxis zur Verfügung stehen.

Von Atmung über Hilfsmittel bis Notfallmanagement

Im Workshop „Sekretmanagement bei ALS“ erwarten dich fundierte Grundlagen und viel praktische Anwendung:

  • Atmung, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie der Atemwege bei ALS
  • Husten, Hustenreflex und Hustentechniken (manuell)
  • Therapeutische Unterstützung der Sekretmobilisation: Lagerung, manuelle Techniken
  • Hilfsmittel im Sekretmanagement: Cough-Assist (mechanische Hustenassistenz) und The Vest (Hochfrequenz-Brustwandkompression)
  • Absaugen in der Praxis: Geräte- und Materialkunde, Absaugen am Phantom sowie transnasales Absaugen als Selbsterfahrung
  • Umgang mit Komplikationen und Notfallmanagement
  • Rechtliche Aspekte: Was dürfen Therapeut*innen beim Absaugen, bei Hustenassistenz und im Notfall – und wo sind die Grenzen?

So verknüpfst du theoretisches Wissen mit direkt umsetzbaren Techniken für deinen beruflichen Alltag.

Für wen ist der Workshop geeignet?

Der Workshop richtet sich an Therapeutinnen, die mit Menschen mit ALS oder anderen neuromuskulären Erkrankungen arbeiten und ihr Wissen im Sekretmanagement vertiefen möchten. Du profitierst besonders, wenn du bereits mit Patientinnen mit Atem- oder Schluckstörungen arbeitest und mehr Sicherheit im Umgang mit Hilfsmitteln wie Cough-Assist, The Vest und Absauggeräten gewinnen möchtest.

Ulrich Birkmann: ausgewiesener Experte für Dysphagie und ALS

Dein Dozent Ulrich Birkmann ist Diplom-Sprachheilpädagoge und staatlich anerkannter Rettungsassistent und verbindet damit dysphagiologische Expertise mit notfallmedizinischem Know-how. Er hat 1997 sein Diplom an der Universität zu Köln erworben und zunächst in der sprachtherapeutischen Abteilung der „Kursamed Fachklinik für Neurologie“ sowie im geriatrischen „Reha-Zentrum Reuterstraße“ in Bergisch Gladbach gearbeitet. Seit 2008 leitet er die Abteilung für Dysphagiologie und die Schluckambulanz Troisdorf-Sieglar am „Sankt Johannes Krankenhaus“ und ist Gründungsmitglied des „A.D.R. – Arbeitskreis Dysphagie Rheinland“. Seit 2001 ist er Lehrbeauftragter der Universitäten Köln, Hannover und Bielefeld, Gutachter für Bachelor- und Masterarbeiten zum Thema Dysphagie und Autor des „Kölner Befundsystems für Schluckstörungen – Kö.Be.S.“ sowie weiterer Fachpublikationen. Seit 2015 ist Ulrich Birkmann zertifizierter TKM-Ausbilder (DGD), FEES-Ausbilder (u. a. Deutsche Gesellschaft für Neurologie, Deutsche Schlaganfallgesellschaft) und FEES-Instructor der „European Society of Swallowing Disorders – ESSD“, wodurch er zu den führenden Expert*innen in der instrumentellen Dysphagiediagnostik im deutschsprachigen Raum zählt.

Im Workshop legt er großen Wert auf Praxisbezug: Du profitierst von seiner langjährigen klinischen Erfahrung mit Menschen mit ALS und anderen neurologischen Erkrankungen, von anschaulichen Fallbeispielen, klaren Handlungsalgorithmen und vielen konkreten Tipps, die du sofort in deinem Arbeitsalltag umsetzen kannst.

Ulrich Birkmann

Ulrich Birkmann ist Diplom-Sprachheilpädagoge. Er hat 1997 sein Diplom an der Universität zu Köln erworben. Im Anschluss daran arbeitete er in der sprachtherapeutischen Abteilung der »Kursamed Fachklinik für Neurologie«. Ab 1999 war er als Diplom-Sprachheilpädagoge im geriatrischen »Reha-Zentrum Reuterstraße« in Bergisch Gladbach angestellt. Seit 2008 leitet er die Abteilung für Dysphagiologie und die Schluckambulanz Troisdorf-Sieglar im »Sankt Johannes Krankenhaus« in Troisdorf-Sieglar und ist Gründungsmitglied des »A.D.R. – Arbeitskreis Dysphagie Rheinland«. Seit 2001 ist er Lehrbeauftragter der Universitäten zu Köln, Hannover…

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TAT Rheine

Direkt vor Ort schaffen wir für jede Präsenz Weiterbildung einen Rahmen, der Lernen und Unterrichten perfekt unterstützt.

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Aufbau

Aufbau
• Atmung
• Anatomie
• Physiologie
• Pathophysiologie
• Husten
• Hustenreflex
• Hustentechniken
• Therapeutische Unterstützung
• Hilfsmittel (Cough-Assist, The Vest)
• Absaugen
• Geräte- und Materialkunde
• Absaugen am Phantom
• Selbsterfahrung (transnasales Absaugen)
• Komplikationen
• Notfallmanagement (cardiopulmonale Reanimation)
• Rechtliches (Was dürfen Therapeuten und was dürfen sie nicht?)