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Corrective Feedback auf dem Prüfstand

Datum: 2. März 2027

Zeit: 09:00 - 11:30

FBP: 3

Dauer: 3 UE à 45 Minuten

Dozent:in: Bärbel Koch

Therapiebereiche: ,

Typ: Online

Vorkenntnisse: keine

Zielgruppen: , , , , , , , ,

Tickets

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Semifobi-Corrective Feedback 03/27
69,00 €
Unbegrenzt

Weniger korrigieren, mehr Dialog: „Corrective Feedback“ kritisch hinterfragt

In der Sprech- und Sprachtherapie mit Kindern möchte man die sprachlichen Fähigkeiten so schnell wie möglich verbessern. Ein Mittel der Wahl ist das „Corrective Feedback“, das aus der Logopädie kaum wegzudenken ist. Doch welchen Effekt hat es wirklich, und was macht es mit Kindern, Eltern und mit uns selbst, wenn wir es mechanisch anwenden?

Woher kommt „Corrective Feedback“ und was kann es leisten?

Der Begriff stammt gar nicht aus der Therapie und wurde dennoch zum scheinbaren Mittel der Wahl: Eltern wird empfohlen, Fehler im nächsten Satz unauffällig richtig zu wiederholen, und in Schulen wird die Methode teilweise sehr stark beworben. Die Annahme dahinter ist nachvollziehbar, denn Input hilft Kindern beim Sprechenlernen. Problematisch wird es, wenn „Corrective Feedback“ unabhängig von der jeweiligen Störung über alle Kinder gestülpt wird. Nur weil ein Wort richtig wiedergegeben wird, heißt das nicht, dass das Kind es wahrnehmen oder umsetzen kann. Im Seminar schaust du dir an, welche Folgen direkte und indirekte Korrekturen für Sprechfreude, Experimentierfreude und Beziehung haben können, denn Kinder merken, dass sie korrigiert werden, und manche sagen es auch deutlich.

Fehler feiern: Alternativen, die Kinder und Eltern entlasten

Fehler gehören zum Lernen. Bemerkt ein Kind seinen Fehler selbst, hat es einen wichtigen Schritt der Selbstreflexion geschafft. Du lernst, Fortschritte wahrzunehmen und zu feiern, auch wenn ein Wort noch nicht richtig klingt, etwa wenn ein Laut auftaucht, den es vorher gar nicht gab. Du erfährst, wie du Kinder in der Therapie befähigst, mit Rückmeldungen etwas anzufangen, welche Alternativen es gibt und wie du Eltern Übungen und Ideen für den Alltag an die Hand gibst, ohne dass sie unter dem Druck stehen, ihr Kind ständig korrigieren zu müssen. Statt nur auf Fehler zu reagieren, entsteht ein echter Dialog, in dem du selbst aktiv wirst.

Das nimmst du nach dem Seminar mit

  • Du weißt, woher der Begriff „Corrective Feedback“ kommt
  • Du kennst verschiedene Korrekturmöglichkeiten und kannst sie sinnvoll einsetzen
  • Du verstehst, warum es wichtig ist, Fehler zu feiern
  • Du erkennst mögliche negative Auswirkungen von „Corrective Feedback“
  • Du hast Alternativen kennengelernt, mit denen du entspannter mit Sprech- und Sprachfehlern umgehst

Für wen dieses Semifobi geeignet ist

Das Seminar richtet sich an Logopäd:innen, besonders gern an Berufseinsteiger:innen, sowie an Frühförderkräfte, Pädagog:innen in Kita und Schule, Ergo- und Physiotherapeut:innen, die mit Kindern arbeiten, und an Eltern. Die Inhalte sind nicht hochwissenschaftlich, sondern für alle verständlich und lassen sich direkt im Alltag ausprobieren. Du brauchst Lust, Gewohntes zu hinterfragen, auch dich selbst, und Offenheit für neue Wege. Die Seminare von Bärbel Koch können einzeln oder aufeinander aufbauend besucht werden.

Deine Dozentin: Bärbel Koch

Bärbel Koch ist Logopädin und Kinder- und Jugendcoach mit mehr als 35 Jahren Berufserfahrung und führt seit 1993 eine eigene Praxis. Sie hinterfragt das „Corrective Feedback“ und verzichtet in ihrer Arbeit bewusst darauf. Ihre Erfahrung: Kinder werden gesprächiger, korrigieren sich häufig von selbst und die Verbindung zur Therapeutin wird besser. Ihre Gedanken dazu hat sie in dem Elternratgeber „Korrigier mich nicht! Sprechen lerne ich von selber“ veröffentlicht.

Melde dich jetzt an und entdecke, wie viel Leichtigkeit entsteht, wenn du nicht alles korrigieren musst.

Drei Seminare an einem Tag: Unser Tipp, alle drei zu besuchen

Dieses Seminar ist der Einstieg in einen Seminartag mit Bärbel Koch am 02.03.2027: Alle drei Seminare finden direkt hintereinander statt und bauen aufeinander auf, in der Reihenfolge, in der sie entstanden sind. Hier beginnst du mit der Frage, ob du wirklich alles korrigieren musst, und erlaubst dir, auch einmal etwas stehen zu lassen. Im zweiten Seminar „Kinderherzen gewinnen“ gehst du in die Tiefe und schaust, was Therapie mit dir, den Kindern und den Eltern macht. In „Geliehene Worte“ nutzt du die Haltung, die du dir dann erarbeitet hast, ganz praktisch und schaust darauf, was das Kind schon kann. Wer alle drei besucht, nimmt nicht nur Methoden mit, sondern eine Haltung, die deine Therapie mit mehr Leichtigkeit, Freude und Spaß verändert und die du schon am nächsten Tag ausprobieren kannst.

Bärbel Koch

Logopädin, Expertin für Kindertherapie

Ich bin staatlich anerkannte Logopädin. Ich arbeite seit 1990 als Logopädin, zunächst als Angestellte, danach als freie Mitarbeiterin und machte mich im November 1993 selbstständig und eröffnete meine eigene Praxis und arbeite seit ca. 10 Jahren fast ausschließlich mit Kindern die eine Sprech- oder Sprachstörung haben.

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Aufbau

Aufbau
Dieses Seminar regt dazu an, „Corrective Feedback“ kritisch zu hinterfragen: Woher kommt der Begriff und was hat er ursprünglich beschrieben? Wir beschäftigen uns mit den verschiedenen Korrekturmöglichkeiten und ihrem sinnvollen Einsatz, beleuchten mögliche negative Auswirkungen und fragen, welche Effekte es hat, wenn man Corrective Feedback nicht oder bewusster anwendet. Außerdem lernst du Alternativen kennen, zum Beispiel Übungen für die Therapie und Ideen für Eltern, und erfährst, warum es sich lohnt, Fehler zu feiern.

Lernziele
Nach dem Seminar weißt du,
– woher der Begriff „Corrective Feedback“ kommt.
– welche Korrekturmöglichkeiten es gibt und wie man sie sinnvoll anwendet.
– welche negativen Auswirkungen „Corrective Feedback“ haben kann.
– welche positiven Effekte es haben kann, wenn man „Corrective Feedback“ nicht oder bewusster anwendet.
– warum es sich lohnt, Fehler zu feiern.
– welche Alternativen es gibt, um entspannter mit Sprech- und Sprachfehlern umzugehen.

Gut zu wissen

Bitte lies das Skript nicht schon vor dem Seminar durch, um unvoreingenommen an das Thema heranzugehen. Beobachte dich in der Woche vor dem Seminar einmal bewusst: Wendest du „Corrective Feedback“ an, wenn ja, wie oft, in welchen Situationen und wie fühlst du dich dabei?