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Bindungswissen für Therapie und Pädagogik

29.05.2026 - 30.05.2026
Fr 14:30 - 19:30 Uhr
Sa 09:00 - 14:30 Uhr

FBP: 12

Dauer: 12 UE

Dozent:in: Sandra Aichlseder

Therapiebereiche: , , , , , , ,

Typ: Präsenz

Ort: TAT Rheine

Vorkenntnisse: viel

Zielgruppen: , , , , ,

Tickets

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Semifobi - Bindungsorientiertes Arbeiten
229,00

Bindung als Schlüssel zu emotionaler Stabilität

Das Seminar unterstützt dich dabei, schwierige Situationen – z.B. Verweigerung, Rückzug, Aggression, Angst oder Überforderung – bindungsorientiert zu verstehen, statt sie als „Nicht-Mitmachen“ oder „fehlende Motivation“ zu bewerten. Dadurch entwickeln sich oft neue, entlastende Perspektiven: für dich, für das Kind und für die Eltern. Bindungsorientiert zu arbeiten bedeutet, Kinder und Eltern in ihrer ganzen Beziehungsdynamik zu sehen – genau da setzt dieses Seminar an und vermittelt einen Zugang für wirksamere, entspanntere und nachhaltigere Arbeit mit Kindern. Besonders als Therapeut:in oder pädagogische Fachkraft hilft dir der bindungstheoretische Blick, Entwicklungsauffälligkeiten besser einzuordnen und Eltern nicht nur über Übungen zu instruieren, sondern sie als aktive Bindungspartner ihrer Kinder zu stärken, damit sie ihr Kind besser verstehen und zu Hause das Gelernte fortführen und vertiefen können.

Konkrete Interventionen, Formulierungen und Haltungsaspekte

Erarbeite dir unter dem Stichwort „bindungsförderndes Verhalten“ konkrete Interventionen, Formulierungen und Haltungsaspekte, die du direkt in deinen Therapiesitzungen und Beratungsgesprächen umsetzen kannst – besonders, wenn du in funktioneller Übe‑Therapie immer wieder an Grenzen stößt und das Gefühl hast: „Eigentlich bräuchte es zuerst Beziehung, bevor die Technik greifen kann.” Die bindungsorientierte Perspektive bereichert deine pädagogische und therapeutische Arbeit enorm, indem sie dir hilft, Verhaltensweisen von Kindern und Eltern nicht als „Probleme“, sondern als Ausdruck tiefer Bindungserfahrungen zu verstehen – so entsteht ein ganzheitlicher Blick, der Therapien nachhaltiger und Beziehungen stabiler macht. Die Bindungstheorie gibt dir ein Verständnis, um Entwicklung des Kindes gezielt zu fördern. In diesem praxisbezogenen Seminar vermittelt die ausgewiesene Expertin, wie Kinder unterstützt werden können, stabile Beziehungen aufzubauen, die langfristig Resilienz stärken, Verhaltensstörungen vorbeugen und die emotionale Entwicklung beschleunigen. Du erhältst selbst mehr Sicherheit, um in Alltagssituationen für mehr Sicherheit bei Kindern und weniger Belastung für alle im Umfeld des Kindes zu sorgen.

Grundlagen der Bindungstheorie

Im Seminar werden die Grundlagen der Bindungstheorie nach Bowlby aufgegriffen und verständlich auf den Praxisalltag übertragen: Du lernst die verschiedenen Bindungstypen kennen, erfährst, wie Bindung entsteht und sich im Verlauf der frühen Kindheit entwickelt, und wie sich Bindungserfahrungen im Verhalten von Kindern und Eltern widerspiegeln. Darauf aufbauend geht es um typische Entwicklungsauffälligkeiten aus Bindungssicht: Welche Symptome können auf unsichere oder gestörte Bindungsmuster hinweisen, und welche Rolle spielt dies für Therapieerfolg und Mitarbeit der Familien?

Diagnostische Möglichkeiten

Ein weiterer wichtiger Baustein des Seminars ist dieVorstellung des “Fremdesituationstests” als diagnostische Möglichkeit: Welche Beobachtungskriterien und Fragen kannst du nutzen, um Bindungsqualität und elterliche Feinfühligkeit einzuschätzen? Der Schwerpunkt liegt jedoch bewusst im praktischen Tun: Im „Feinfühligkeitstraining“ übst du, Eltern dabei zu unterstützen, Signale ihres Kindes genauer wahrzunehmen, besser zu deuten und angemessen darauf zu reagieren.

Lernziele

  • Entwicklungsauffälligkeiten aus Bindungssicht besser einordnen
  • deine therapeutische Haltung reflektieren und gezielt bindungsfördernd gestalten
  • Eltern wertschätzend, klar und wirksam beraten
  • Wege finden, wenn du mit klassischen Übungsprogrammen an Grenzen kommst
  • mehr Leichtigkeit und Kooperation in den Therapieprozess bringen

Die Dozentin: echte Expertin mit Herz und Praxisfokus

Dozentin Sandra Aichlseder ist Logopädin, Heilpraktikerin und erfahrene Dozentin mit einem klaren Schwerpunkt auf bindungs- und körperorientierter Arbeit. Sie bringt langjährige Erfahrung mit Kindern mit Mutismus („Schweigegeister“) und deren Familien mit und verbindet in ihrer Arbeit Bindungswissen, Traumatherapie, Angst- und Stressregulation sowie körpertherapeutische Ansätze wie craniosacrale Therapie. Durch ihre eigene Biografie kennt sie Schulangst, Stillsein und Überforderung aus der Innenperspektive – diese Authentizität macht ihre Seminare besonders nahbar und lebenspraktisch. In ihrer therapeutischen Arbeit und als Dozentin ist ihr Praxistransfer zentral: Sie spricht Probleme klar an, arbeitet ressourcenorientiert mit Familien und integriert bei Bedarf Methoden wie PEP® oder I.B.T.®. In ihren Seminaren steht immer im Vordergrund, dass du mit konkreten Ideen, Formulierungen und Interventionen nach Hause gehst, die du am nächsten Tag ausprobieren kannst. Sandra lebt, was sie vermittelt: echte Herzlichkeit, empathische Begleitung und eine klare Haltung, die Kinder und Eltern stärkt – und genau so gestaltet sie auch dieses Seminar, damit du Eltern bindungsorientiert kompetent beraten und Kinder mutig auf ihrem Entwicklungsweg begleiten kannst.

Sandra Aichlseder

Logopädin, Heilpraktikerin; Schwerpunkt: Mutismus und Bindung

Ich liebe es, als Logopädin und Heilpraktikerin mit Kids mit Schweigegeist und ihren Familien zu arbeiten, wieder Leichtigkeit und Freude ins Leben zu bringen und aus Angst Mut werden zu lassen. Dabei achte ich auf bindungsorientierte Begleitung. Gerne gebe ich als Dozentin mein Wissen, meine (Lern)Erfahrungen und meine Begeisterung dafür weiter.

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TAT Rheine

Direkt vor Ort schaffen wir für jede Präsenz Weiterbildung einen Rahmen, der Lernen und Unterrichten perfekt unterstützt.

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Aufbau

Aufbau
– Bindungsbegriff und Bindungsentwicklung
– Feinfühligkeit
– Neurobiologie
– Bindungsmuster und Folgen der Bindungsentwicklung
– Bindung über Generationen
– der Fremde-Situationstest
– Bindungsstörungen
– Stolpersteine in der Therapie und Umgang damit

Lernziele
– Umgang mit herausfordernden Kindern und Eltern
– Umgang mit Kindern und Eltern, die sich nicht gut voneinander lösen können
– verbesserte Fähigkeiten für Elternberatungen
– Entwickeln eines Verständnisses für „merkwürdiges Verhalten“
– eigenes Abgrenzen vom „Versuch, die Welt zu retten“

Gut zu wissen

Ich versende nach dem Kurs meist noch Material-pdfs per Email.